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Bitcoin endgültig in der Realwirtschaft!

Ganz unbemerkt wurde eine Frachterladung von 3.000 Tonnen Weizen mit Bitcoins bezahlt.

Die ersten Länder die sich den Handel mit der Kryptowährung Bitcoin zunutze machen, sind Russland und die Türkei. Mit Hilfe der „Prime Shipping Foundation“ schickte Russland eine Lieferung von 3.000 Tonnen Weizen in die Türkei und bezahlte mit Bitcoins. Die Foundation wollte mit dieser Lieferung testen, ob man mit der Blockchain-Technologie im internationalen Handel etwas anfangen könnte.

Welches Interesse steckt hinter der Bezahlung via Bitcoin?

Ivan Vikoulov von der „Prime Shipping Foundation“ sagte gegenüber Bloomberg dazu folgendes: „Wir versuchen, ein grenzübergreifendes Zahlungssystem aufzubauen, das einfacher und schneller ist als das, was heute schon vorhanden ist“. Doch das ist wohl nur die halbe Wahrheit. Die USA sowie die EU belegten Russland in den vergangenen Jahren mehrfach mit Embargos. So schrumpften die Exporte aus der EU nach Russland beispielsweise um 25 Milliarden Dollar (ca. 18,8 Milliarden Euro). Auch die Türkei wurde mehrfach abgestraft und muss sich wirtschaftlichen Sanktionen stellen. Da wundert es wohl kaum, dass sich gerade diese beiden Länder die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie und in diesem Falle des Bitcoin zu Nutze machen.

Damit ist der Bitcoin wohl endgültig in der Realwirtschaft angekommen. Die Zahlungen sind deutlich schneller und vor allem günstiger, als die üblichen Wege über Mittelsmänner. Selbst die üblichen Treuhänder können sie sich in Zukunft sparen dank Multisig-Transaktionen. Da störte es die Länder wohl auch recht wenig, dass sowohl in der Türkei als auch in Russland sind Bitcoin-Börsen sehr rar sind und die Transaktionen in ihrem Land in einer rechtlichen Grauzone stattfanden.

Was plant die Prime Schipping Foundation nach dem Bitcoin-Test?

Nach erfolgreichem Test gibt es jetzt von der Prime Shipping Foundation schon die nächsten Pläne in Bezug auf den Bitcoin. So arbeiten sie wohl, laut einer Pressemitteilung, an einer Exchange die die Kosten der Zahlungsprozesse deutlich verringern und beschleunigen sollen. So will sich die Foundation wohl als Mittelsmann für die Zahlungsabwicklungen im internationalen Handel und Währungswechsel aufstellen, so wie es BitPay im Bereich der Privatpersonen getan hat. Also eine ganz neue Dimension für den Bitcoin.

Mit der Umsetzung dieser Pläne könnte nämlich die Dominanz des Dollars aufgebrochen werden. Gleichzeitig würde man den Handel wieder vollkommen in die eigenen Hände bekommen und von Banken, Mittelsmännern und Geldhändlern lösen. Läutet die Prime Shipping Foundation eine neue Zeitrechnung der Globalisierung ein? Zuletzt gab es diesen Umstand im späten 19. Jahrhundert, als der der Goldstandard eingeführt wurde. Kommt also schon bald der Bitcoin-Standard? Laut Aussage der Prime Shipping Foundation versuchen sie zumindest, ein „komplexes Ökosystem zu entwickeln, das es erlaubt, rapide und beinah ohne Verluste Transaktionen zwischen den großen Fiat-Währungen und den großen Kryptowährungen zu tätigen.“

Wer aber glaubt, die Firma macht das aus reiner Nächstenliebe zum Bitcoin, der Täuscht. Wie viele Firman vor ihr setzen sie hier auch auf einen sogenannten Token, den PRIME Token. So soll der Token laut Pressemitteilung „im Herzen des Ökosystems liegen“. Es gibt sogar schon einen geplanten Termin für den PRIME ICO; so soll es Mitte 2018 soweit sein. Das einzige was bisher darüber bekannt ist, ist dass „Teilnehmer am Frachtmarkt, wie die Eigentümer von Schiffen, Charterer, Fracht-Operateure, Broker, Agenten und Treibstofflieferanten durch das PRIME-Ökosystem die Effizienz ihrer Operationen erhöhen können, während sie die operativen Kosten senken.“

Damit das ganze auch tatsächlich umsetzbar ist, hat die Foundation in Gibraltar eine Bankenlizenz beantragt. Nur damit können sie die Lücke zwischen den Fiat-Währungen wie Dollar und Euro zu den kryptischen Währungen schließen. Sie positionieren sich damit nämlich als Finanzinstitution.

Mein Fazit

Mein Fazit aus diesen ganzen Infos ist folgendes. Kryptische Währungen wie Bitcoin sind nun endgültig im internationalen Handel und der Realwirtschaft von Staaten angekommen. Es gibt schon so viele Akzeptanzstellen und durch den erfolgreichen Test und den bevorstehenden ICO wird der Bitcoin neue Maßstäbe setzen können. Die Globalisierung und Digitalisierung schreitet unerbittlich voran, auch wenn wir es manchmal einfach nicht mitbekommen als einzelne Bürger.

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