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Bitcoin im Kreuzfeuer – Regulierungswahn G20 und Mt. Gox

Der wilde Ritt beim Bitcoin-Kurs geht weiter - Stark beeinflusst durch G20 und die beschlagnahmten Bitcoins der insolventen Börse Mt. Gox.

Am Wochenende geriet der Bitcoin-Kurs weiter unter Druck. Die Kryptowährung hatte mit einer hohen Volatilität zu kämpfen. Auch wenn ihre hohen Verlust vom Sonntag (bis 10%) am Abend wieder ausgleichen konnte. Auslöser könnten beispielsweise die beschlagnahmten Bitcoins der insolventen Börse Mt. Gox sein, die den Markt aktuell überfluten. Und der bevorstehende G20 Gipfel trägt sicher sein bestes dazu bei.

Doch keine neuen Regeln für Bitcoin und Co. am G20-Gipfel

Eigentlich wollten sich die Finanzminister und Zentralbanker der G20 in Buenos Aires diese Woche mit dem Thema Bitcoin und deren Regulierung auseinander setzen. Doch überraschenderweise hat die Regulierungsbehörde der G20 beschlossen, keine zusätzlichen Auflagen für Bitcoin und andere Kryptowährungen zum jetzigen Zeitpunkt aufzustellen. Darüber dürften Deutschland, Frankreich und Japan nicht sehr erfreut sein, waren sie doch die treibenden Kräfte hinter dem Wunsch nach neuen Richtlinien.In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte der französischer Finanzminister vor dieser Nachricht noch:

Wir werden gemeinsam eine Deutsch-Französische Analyse über die Gefahren durch den Bitcoin durchführen und Vorschläge für eine Regulierung erarbeiten, die wir dann gemeinsam unseren G20 Partnern auf dem G20-Gipfel in Argentinien vorlegen werden.

Doch gestern lehnte Mark Carney, der Vorsitzende der Bank of England und derzeitiger Leiter der G20 – Regulierungsausschuss – Financial Stability Board (FSB), neue Regeln ab. Er selbst ist ein bekannter Skeptiker, weshalb diese Reaktion weiter verwundert. Aber vielleicht war das auch ein taktisches Spiel. Denn Carney selbst sagte, man müsse sich darauf konzentrieren bestehende globale Vorschriften zu überprüfen, anstatt neue aufzuerlegen. Bitcoin sei anscheinend noch nicht bedeutend genug um es regulieren zu müssen, man sehe derzeit keine Gefahr für die globale Finanzstabilität. Er nutzte die Gelegenheit also um den Bitcoin als eine unbedeutende Randerscheinung darzustellen.

Kaum war die Ankündigung ausgesprochen, Bitcoin, Ripple und andere Kryptowährungen nicht zusätzlich regulieren zu wollen, stieg der Preis eines Bitcoins um fast acht Prozent. Ripple kletterte runde zehn Prozent nach oben.

Regulierung der Blockchain-Technologie, Bitcoin und Co werden kommen

Es wird aber wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis klare Regeln für den Handel mit Bitcoins und anderen Kryptowährungen beschlossen werden. Das kann man auch einem Schreiben der Wirtschafts- und Finanzministern anlässlich des G20-Gipfels entnehmen. Diese Erklärung  zeigt ganz klar, welche Richtung eingeschlagen werden soll. So steht dort beispielsweise:

 „Es ist wichtig, die Folgen für die Finanzstabilität, Steuerhinterziehung und illegalen Finanzaktivitäten von Kryptowährungen zu bedenken. Die Delegierten werden gemeinsame Antworten erwägen, die diese Risiken mildern, ohne jedoch Innovation abzuschrecken.“

Und für mich gerade in diesem Schreiben spannend, dass hier das wesentliche doch erkannt wurde. So lobt das Schreiben nämlich die Blockchain-Technologie, die die Basis für alle kryptisch verschlüsselten, digitalen Währungen ist:

„Die Technologie hinter den Krypto-Anlagen hat das Potential, finanzielle Inklusion zu fördern.“

Ein kleines Manko sehe ich gerade in diesem Satz aber dennoch; die kryptischen Währungen werden ganz klar als Anlagen bezeichnet, statt sich als alternative Währungen zu sehen.

Es wird also spannend und wir müssen uns über eine neue Richtlinien aktuell noch keine Gedanken machen. Dennoch ist es ratsam, entsprechende Vorkehrungen im Punkto Steuern und Transparenz nicht aus dem Auge zu verlieren. Auch ich beschäftige mich damit seit einigen Monaten und empfehle ganz klar, auf Transparenz zu setzen. Wir wollen ja, dass diese bahnbrechende Technologie sich durchsetzt und nicht durch Missbrauch so stark reguliert wird, dass eine totale Kontrollstruktur aufgebaut wird. Der Sinn hinter Bitcoin und anderen Blockchains ist nämlich genau das Gegenteil: Schnelligkeit, Freiheit, Unabhängigkeit und Herrschaft über den eigene Besitz zu sein.

Bitcoin und Co im Internationalen Parkett und Handel

Schon in früheren Artikeln habe ich über die internationale Akzeptanz des Bitcoins berichtet. So haben Russland und die Türkei erst vor Kurzem den ersten Handel komplett mit einer Bitcoin-Transaktion besiegelt. Die Prime Shipping Foundation nutzt diesen Test um den internationalen Handel nun grundlegend zu verändern und sich als Finanzinstitution zu positionieren. Mehr dazu hier: Bitcoin endgültig in der Realwirtschaft!

Auch berichtete ich schon über die Akzeptanz und Nutzung im internationalen Parkett. Die Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Ripple und co. werden mittlerweile viel als Anlage- und Spekulationsobjekt genutzt. Daraus ergeben sich Chancen und Risiken. Dazu hier mehr: Kryptowährungen an den internationalen Börsen.

Speziell die Chancen und Risiken gilt es jetzt auszulosen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Nicht nur Deutschland, Frankreich und Japan wissen das. Speziell Schweden und Indien sind führend bei dem Thema Bargeldabschaffung. Und Venezuela ist das erste Land, welches eine kryptische Staatswährung umsetzen wird. Der ICO des Petro ist schon im vollen Gange. Auch andere Länder und Zentralbanken ziehen hier nach. Das alles gibt es zum Nachlesen in meinen News: Staatswährung Crypto? Kein Fake!

 


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