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Breaking News – Staatswährung Crypto? Kein Fake!

Venezuela, Schweden, China, Marshall-Inseln, Vietnam, Estland, Russland - Alle wollen eine eigene digitale, kryptische Staatswährung.

Wer hätte vor ein paar Jahren schon gedacht, dass Staaten unbedingt eine Kryptowährung als Staatswährung haben wollen? Du denkst das ist immer noch eine Utopie? Seit Februar 2018 ist es Realität. Doch alles der Reihe nach.

Ich beleuchte heute für dich die neuesten Infos zum Thema Kryptowährung als Staatswährung oder Unternehmenswährung. Dabei beleuchten wir die Länder Venezuela, Schweden, China, Marshall-Inseln, Vietnam, Estland und Russland. Denn alle haben sie eins gemeinsam: sie eine eigene Kryptowährung.

Venezuela – Kryptowährung PETRO als Staatswährung

Als erster Land der Welt hat Venezuela eine Kryptowährung als Staatswährung ins leben gerufen. Das Projekt heißt PETRO und der Vorverkauf startete bereits am 27.02.2018. Aktuell befindet es sich noch im Status einer Cyber-Devise, weshalb die USA seine Staatsbürger auch davor warnt PETRO zu kaufen. Damit würden sie nämlich gegen die von Präsident Donald Trump verschärften Wirtschaftssanktionen verstoßen, weil sie Venezuela einen Kredit gäben.

Doch was ist PETRO genau und welche Idee steckt dahinter?

PETRO ist eine Alternative zum Bitcoin, also eine digitale Münze, die kryptografisch verschlüsselt und damit als fälschungssicher gilt. Es heißt, dass der PETRO ein Wunsch von Präsident Nicolás Maduro sein. Die Regierung verspricht sich einiges davon, zum Beispiel den Zugang zu internationalen Finanzmärkten, einen wirtschaftlichen Wendepunkt und das Umgehen der Sanktionen, die die USA verhängt haben. Als Sicherheit wollen sie die Cyber-Devise, die zu einer Staatswährung werden könnte, mit je einem Barrel (159 Liter) der Rohöl-Reserven des Landes absichern. Kritiker geben allerdings zu bedenken, dass die PETRO’s bisher nur in Dollar gekauft werden können.

Dazu muss man wissen, dass Venezuela ein Land ist, das über hohe Rohölvorkommen verfügt. Der niedrige Ölpreis macht dem Land sehr zu schaffen und letztes Jahr 2017 lag die Inflation bei unglaublichen 4000%. Die Wirtschaft wird zusätzlich durch die Sanktionen der USA verschlechtert. Sie sind zu weiten teilen von den internationalen Märkten ausgeschlossen. Das Land droht in einer wirtschaftlichen Katastrophe zu versinken.

Insgesamt sollen 100 Millionen PETRO ausgegeben werden. Der Vorverkauf für die digitale und kryptische Staatswährung PETRO startete am 27.02.2018. In der ersten Phase sollen 38,4 Millionen Tokens nach ERC20-Standard, die innerhalb eines Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain erzeugt wurden, ausgegeben werden. Diese Tokens sollen dann später in die eigentlichen Einheiten PETRO getauscht werden können.
Am ersten Tag der Vorverkaufsphase sollen schon ca. 735 Millionen Dollar zusammengekommen sein. Die Vorverkaufsphase geht bis zu, 19.03.2018 und am 20. März sollen weitere 44 Millionen Petro in Umlauf gebracht werden.
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Venezolaner nutzen schon heute Bitcoins

Die venezolanische Währung Bolívar hat angesichts einer vierstelligen Inflationsrate dramatisch an Wert verloren. Um diesem Wertverlust ihres Geldes zu umgehen, nutzen die Venezolanerinnen und Venezolaner schon jetzt Bitcoins und andere digitale Währungen für zum Beispiel Artbesuche, Reisen oder den Einkauf von Nahrungsmitteln.

Doch die Bevölkerung Venezuelas stehen der Vergabe von Kryptowährungen durch Einzelstaaten kritisch gegenüber. So wurden diese doch erfunden, um der staatlichen Kontrolle zu entkommen. Und gerade die Absicherung des PETRO mit den Ölreserven des Landes kritisieren viele als illegal.

Schwedens e-Krona und das digitalisierte Grundbuchamt

Schweden gilt schon lange als das „Musterland“ wenn es um das bargeldlose bezahlen geht. Seit 2010 geht der Umlauf von Bargeld kontinuierlich zurück. Das passt auch zum Start des Bitcoins Mitte 2009. So verwundert die Meldung auch nicht, dass das Land an einer staatlichen Version des Bitcoins arbeiten würde. Doch was genau ist da dran und wie sieht die Lage in Schweden in Bezug auf eine kryptische Staatswährung aus?

Das Schweden ein Vorreiter im bargeldlosen Zahlungsverkehr ist, liegt an technischen Errungenschaften wie zum Beispiel der App Swish, die 2012 auf den Markt kam. Ende August 2016 hatte Swish bereits 4,7 Millionen Nutzer und gilt in Schweden mit 43 Prozent als bevorzugtes Zahlungsmittel unter Freunden.
Doch auch die Zentralbank Schwedens, die Riksbank, testet die Einführung der e-Krona. Und das sogar als eine Kryptowährung für den gesamten Staat, also eine digitale Staatswährung. Das ist eine Reaktion auf die Tatsache, dass 2016 der Anteil an Bargeldtransaktionen im Einzelhandel nur noch 15% betragen hat. Noch 2010 waren es über 40%, also über die Hälfte aller Bezahl-Vorgänge mehr.

Das ist aber nicht der erste Versuch die Blockchain für staatliche Zwecke zu nutzen. Wie bekannt ist, hat Schweden seit 2015 an einer Lösung für das Grundbuchamt gearbeitet, die über die Blockchain Ethereum funktionieren soll.In dieser Testphase wurden Teile des Grundbuchamtes parallel zum herkömmlichen Verfahren in die Blockchain verlegt. Ende Mai 2017 war es dann endlich soweit; die letzte Testphase war erfolgreich abgeschlossen. Mittlerweile werden alle Vorgänge über eine private Blockchain, die durch das StartUp Chromaway verwaltet wird, abgewickelt.

Schweden erhofft sich davon eine enorme Effizienzsteigerung. Auch wenn das Land bei der Digitalisierung schon sehr weit vorne dabei war, soll diese neue Technologie schätzungsweise 100 Millionen Euro dem Land sparen.

Weitere Länder die eine digitalen Staatswährung haben wollen

Chinas Zentralbank hat eine digitale Währung vorsichtig geprüft

Die Volksbank von China hat eine digitale Währung entwickelt, die auf die Anzahl der täglichen Transaktionen im ganzen Land zugeschnitten ist.

Die chinesische Zentralbank testet einen Prototyp der digitalen Währung mit Scheintransaktionen zwischen ihr und einigen der Geschäftsbanken des Landes. Reden und Forschungsberichte von Beamten der Volksbank von China zeigen, dass die Strategie der Bank darin besteht, die digitale Währung neben Chinas Renminbi einzuführen. Dafür gibt es derzeit keinen Zeitplan, und die Bank scheint vorsichtig vorzugehen.

Trotzdem ist der Test ein bedeutender Schritt. Es zeigt, dass China die technischen, logistischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die mit dem Einsatz von digitalem Geld verbunden sind, ernsthaft untersucht, was letztendlich weitreichende Auswirkungen auf seine Wirtschaft und das globale Finanzsystem haben könnte.

Der „Sovereign“ als Staatswährung der Marshall-Inseln

Mit dem „Sovereign“ (ist englisch und heißt übersetzt „Souverän“) beabsichtigt die Regierung der Marshall-Inseln, ihre eigene Kryptowährung einführen. Das ließ die Regierung des kleinen Staates diese Woche über die Social-Media Kanäle veröffentlichen. Und schon am 26.02.18, also nur wenige Tage nach der Bekanntmachung, wurde ein entsprechender Gesetzesentwurf verabschiedet. Jetzt ist der Weg für die Insel-Währung frei.

Putins Krypto-Rubel als russische Staatswährung?

Auch Wladimir Putin äußert schon seit über einem Jahr den Wunsch nach einer eigenen digitalen Staatswährung. Genauso wie bei Venezuela, leidet das Land unter den Wirtschaftssanktionen der USA und der EU, auch wenn es noch lange nicht so dramatisch ist wie dort.

Die Wochenzeitung Argumenty i Fakty zitiert den russischen Kommunikationsminister Nikolai Nikiforow mit den Worten: „Wenn wir es nicht tun, dann werden es in den nächsten zwei Monaten unsere Partner in der eurasischen Wirtschaftsunion machen“. Demnach soll eine Einführung sehr schnell geschehen, erklärte er weiter.

Doch auf ein dezentrales und offenes System wie beim Bitcoin hofft man Berichten zufolge vergebens. Es wird also nicht das klassische Mining (Erschaffung von digitalen Münzen) für jedermann geben. Das System soll unter Kontrolle der Behörden liegen – genannt werden dafür laut Bericht von Sputnik-News die Zentralbank, das Finanzministerium und die Finanzaufsicht. Ein Tausch gegen normale Rubel sei jederzeit möglich. Der Behördenzugriff erleichtere dann auch die steuerliche Abrechnung – für Kursgewinne sei beim Kauf und Verkauf ein Satz von 13 Prozent Einkommenssteuer angedacht.

Türkei, Estland und Iran

Auch die Türkei, Estland, Vietnam und der Iran wollen im Wettrüsten bei kryptischen Staatswährungen mitmischen. Das ist insbesondere eine Reaktion auf den PETRO Venezuelas.

Mehr zum Thema Kryptowährungen auf der Internationalen Bühne erfährst du hier: Kryptowährungen an den internationalen Börsen


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